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Hallenvolleyball




 

Charakteristik des Spiels

Die Mannschaftssportart Volleyball, wird auf einem 18m x 9m (bzw. zwei mal 9m x 9m) großen Spielfeld ausgetragen. Die beiden Spielfeldhälften werden hierbei durch ein über die Spielfeldmitte gespanntes Netz geteilt. Die Idee des Spiels, bei dem sich zwei Mannschaften mit je 6 Spielern gegenüberstehen, liegt darin, einen Spielball über das Netz hinweg auf den gegnerischen Feldboden zu spielen und dieselben Bemühungen des Gegners im Gegenzug zu verhindern. Der Volleyball darf hierzu dreimal hintereinander (zuzüglich des Blockes) innerhalb einer Mannschaft berührt werden. Abweichend von anderen Rückschlagspielen (z.B. Tennis) dürfen zum schlagen des Balles keine Hilfsmittel verwendet werden.


Geschichte

Das Volleyballspiel wurde im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts von William G. Morgan in den USA erfunden. Der Sportdirektor des Christlichen Vereins Junger Menschen (YMCA) versuchte hierbei eine schonende Alternative zum wenige Jahre zuvor entwickelten Basketballspiel zu bieten. Zu dieser Zeit wurde jedoch noch auf einem 7,62m x 15,24m großen Feld mit einer festgeschriebenen Netzhöhe von 1,98m gespielt. Auch war die Zahl der Spieler innerhalb der Mannschaften und die Zahl der Ballberührungen abweichend von heutigen Standards. Erste feste Regeln des Spiels wurden bereits im Jahr 1896 festgehalten. In diesem Zuge entstand auch der Name Volley Ball, der bis in die heutige Zeit in leicht veränderter Form bestand hat. Fortan fand das Spiel seinen Weg über Nordamerika hinaus in die Welt. Nach Europa gelangte es mittels amerikanischer Soldaten während des ersten Weltkrieges und verbreitete sich dort ebenfalls flächendeckend. Auf dem "Alten Kontinent" erfuhr der Sport bahnbrechende Neuerungen, die das Volleyballspiel bis in die Moderne prägen. Das Blockspiel oder das Untere Zuspiel sind hier nur einige Beispiele. Mit der Gründung immer neuer Kontinental- und Landesverbände wurden bald auch Welt- (1949 Herren; 1952 Damen) und Europameisterschaften (1948 Herren; 1949 Damen) ausgetragen. Seine endgültige Anerkennung erreichte der Sport mit der Aufnahme in das olympische Programm 1964 und den seither regelmäßig ausgetragenen olympischen Volleyball-Turnieren. Die Erfolgsgeschichte des Volleyballsports in Europa spiegelt vor allem der russische Verband wider, welcher den Rekordwelt- und -europameister, sowie die erfolgreichsten Teams der Olympiageschichte sowohl im Damen- als auch im Herrensport stellt. Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) kann an diese Bilanz aufgrund der großen Popularität anderer "Nationalsportarten" kaum anknüpfen. Jedoch gab es auch hierzulande einige bedeutende Sternstunden im Volleyball. Auf Vereinsebene sind die Herren des VfB Friedrichshafen maßgebend. Nach zahlreichen nationalen Titeln war es dem Verein im Jahr 2007 erstmals möglich die Volleyball Champions League zu gewinnen. Damit konnte die höchste europäische Spielklasse zum zweiten mal im Herrenbereich und zum dritten mal überhaubt nach Deutschland geholt werden. Schon 1964 war dies den Herren des SC Leipzig gelungen. 1978 waren die Damen des SC Traktor Schwerin (heute Schweriner SC) erfolgreich. Neben den olympischen Silbermedaillen der DDR-Herren 1972 in München und der DDR-Damen 1980 in Moskau sowie 2 Europameistertiteln der Damen (2 x DDR), ist der Weltmeistertitel der DDR- Herrenauswahl 1970 in Bulgarien der wohl größte Erfolg in der deutschen Volleyballgeschichte.




Beachvolleyball




 

Charakteristik des Spiels

Beachvolleyball bzw. Beach-Volleyball wird im Grunde wie das Pendant in der Halle gespielt, weist aber einige gravierende Unterschiede auf. Die beiden Gegnerteams bestehen jeweils aus zwei Spielern. Gespielt wird auf einem 16 x 8 Meter großen, komplett von Sand überzogenen Feld, dass über die Seitenlinien hinaus eine mindestens 3 Meter breite Freizone anordnet. Das gegnerische Spielfeld darf ohne Störung eines Spielers betreten werden. Die Netzhöhen sind entsprechend der Hallenvariante des Sports, der Ball ist jedoch etwas Größer und weist einen geringeren Innendruck auf. Zudem muss er entsprechend wetterbeständig sein. Es herrscht eine strenge Kleidungsvorschrift, die sich bei gutem Wetter entsprechend sommerlich gestaltet. Während bei den Herren Shorts und Shirt als Outfit dienen, sind bei den Damen Bikinis vorgeschrieben, eine Regelung, die in vielen konservativen Ländern zu großen Kontroversen führte. Die Mannschaften spielen barfuß. Die Aufschlagreihenfolge innerhalb der Teams wechselt wie in der Halle. Ein Wechselfehler wird nach seiner Korrektur jedoch nicht mit einem Punktverlust bestraft. Die Sicht auf den aufschlagenden Spieler muss freigegeben sein und kann unter Umständen eingefordert werden. In der Abwehr gilt der Block bereits als erste von 3 Ballberührungen. Auch in der Aufschlagabwehr mit den Fingern, dem Angriffsschlag im oberen Zuspiel und beim Legen des Balles mit der offenen Hand gelten strenge Reglementierungen. Ein Spiel geht über zwei Gewinnsätze mit jeweils 21 bzw. 15 Punkten im entscheidenden dritten Satz. Nachteile die bei einer Freiluftsportart auftreten können, werden durch Seitenwechsel nach jeweils sieben (im dritten Satz fünf) gespielten Punkten ausgeglichen.


Geschichte

Das Spiel entstand in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts in den USA zunächst als Freizeitsport. Nur ein Jahrzehnt später trat es seinen Siegeszug auch in Europa an. Die vereinigten Staaten galten in dieser Zeit aber weiter als die Hochburg der Sportart, wodurch in den 60er Jahren der wichtigste Wettkampf des noch jungen Sports am Manhatten Beach entstand. Heute gilt das Turnier als „Wimbledon“ des Beachvolleyball. Durch eine rasante Weiterentwicklung erlangte der Sport bald den Status einer professionellen Sportart, was 1996 in einer Aufnahme in das Olympische Programm gipfelte. Hier siegte der US Amerikaner Karch Kiraly mit seinem Partner Kent Steffes. Er ist damit der einzige Mensch, der olympisches Gold sowohl unter freiem Himmel, als auch in der Halle gewinnen konnte. Erst ein Jahr später gab es die erste offizielle Beachvolleyball-Weltmeisterschaft. Trotz der relativ kurzweiligen Geschichte als Profisportart, weisen Deutsche Sportler in dieser Volleyballvariante schon jetzt eine hervorragende Bilanz bei internationalen Turnieren auf, was angesichts der Dominanz amerikanischer und brasilianischer Mannschaften beeindruckt. Zu den größten Erfolgen zählt hier die Goldmedaille von Julius Brink und Jonas Reckermann bei den Weltmeisterschaften 2009. Die absolute Sensation gelang dem Duo jedoch bei den Olympischen Spielen 2012 in London. Hier schlugen sie die amtierenden Weltmeister aus Brasilien im Finale mit 2:1 und holten als erstes deutsches Volleyballteam überhaupt olympisches Gold.