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7. BEACH-FUN-CUP DES TGV NAUEN 2015
 
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Glückszahl 13




 

Wer hätte im Sommer 2007 ahnen können, wohin die Zeichen deuten? Der BSV „Funkstadt“, hielt soeben sein erstes Sommerturnier ab, 4 Mannschaften Spielten um die Plätze, von denen der erste für den SV Wustermark reserviert war. Zu groß war der spielerische Klassenunterschied gegenüber dem Turnierprimus, als dass man sich ernsthafte Hoffnungen machen konnte, an dessen Leistung heran zu reichen. Dennoch bedeutete der Wunsch der jungen „funkstädter“ Spieler, sich regelmäßig mit den Großen zu messen, einen Meilenstein auf der Straße des eigenen Erfolges.
8 Jahre, 12 Turniersiege und zahlreiche vordere Platzierungen später, bewegt sich der BSV mit inzwischen bis zu zwei an Position 1 gesetzten Teams fest in den Kreisen der regelmäßigen Turnierfavoriten.
Welche Bürde es jedoch ist, als der absolute Turniergewinn-Anwärter zu gelten, durften die Himmelblauen erst beim 7. Beach-Fun-Cup des TGV Nauen erfahren.
Kurzfristig vom Veranstalter eingeladen, stellte der BSV eine schlagkräftige Truppe aus erfahrenen Spielern zusammen, in der Absicht wieder um den Turniersieg mitreden zu können. Das fast ausschließlich aus Schülermannschaften bestehende Starterfeld, wie ein Großteil des Publikums, ließ schon bei der Gruppenauslosung keinen Zweifel an der Frage, dass der BSV als der uneingeschränkte Favorit auf den Sieg gelte. Für die Himmelblauen war diese Rolle absolutes Neuland, da die gewachsene Erfahrung in der Vergangenheit ein ums andere Mal zeigte, dass, wie schon 1954 in der Schweiz, der nächste immer der schwerste Gegner ist. Jedoch lag es im eigenen Selbstverständnis, als einzige Vereinsmannschaft des Turniers, natürlich auf Sieg zu spielen.
Dies gelang den Funkstädtern in der Vorrunde vorbildlich, als man alle Spiele für sich entscheiden konnte. In der Natur der Sache liegend, erhofften sich die Leute auf den Rängen einen Favoritensturz, weshalb die Siege des BSV, aufgrund der augenscheinlichen Überlegenheit wenig Begeisterung erzeugen konnten. Gewohnt locker und unbeeindruckt von Äußerlichkeiten, dabei aber stets respektabel und fair, gab der BSV „Funkstadt“ sein Bestes und konnte so dennoch erste Anhänger für sich gewinnen.
Dass sich die Überlegenheit nach der Gruppenphase nicht in dieser Form fortführen ließe, war bereits bei Betracht der Ergebnisse aus Staffel 2 zu erahnen. Hier waren nach Abschluss 3 Teams satzgewinngleich, wodurch der Gruppendritte nur um 2 kleine Punkte ausscheiden musste.
Damit wartete auf den BSV in der Vorschlussrunde das Team der Graf Arco Schule. Julian W., der selbst in seiner Freizeit bei den „Funkstädtern“ agiert, und seine Mannschaft waren der erwartet schwere Gegner. Der BSV, dessen Team an diesem Tag unter dem Namen „Beast Mode“ agierte, schien nach der langen Mittagspause eher noch im Schlafmodus zu verweilen. Man begann ungewohnt fahrig wie konzeptlos und konnte dies über weite Teile des ersten Satzes nicht abstellen, weshalb dieser folgerichtig mit 24:26 verloren ging. Als man bei einer Startführung im 2. Satz von 10:1, gerade den Eindruck erwecken konnte, aus dem Tiefschlaf erwacht zu sein, kehrten plötzlich ungekannte Konzentrationsschwächen zurück. Erst ein Wechsel, beim zwischenzeitlichen 12:13 brachte das Team auf die Siegerstraße. In Folge konnte man beide Sätze gewinnen und mit 21:19 und 21:18 ins Finale einziehen. Die Mannschaft der Arcos konnte sich später mit einem überragenden Sieg immerhin noch über Platz 3 freuen, auch wenn sie einen Platz im Finale verdient hatten.
Wem dieses Halbfinale noch nicht spannend genug war, musste nur wenige Minuten bis zum finalen Durchlauf warten. Nach dem anstrengenden Semifinalspiel sichtlich gezeichnet, warteten die Himmelblauen auf den an diesem Tage spielerisch stärksten Gegner. Die Jungs vom Goethe-Gymnasium Nauen hatten es, bei diesem mit 4-Mann-Kadern besetzten Turnier, mit lediglich 3 Spielern ins Finale geschafft und schienen dabei nicht einmal ins Schwitzen geraten zu sein.
Die zahlenmäßige Unterlegenheit und der Wunsch nach der ersten Niederlage für den BSV, verteilte die Sympathien vor dem Finale noch einmal deutlich. Lediglich die Ausgeschiedenen Spieler des BSV hielten zu ihrem Verein und zwei einsame neu gewonnene Fans skandierten „Hast du den Hadouken gesehen, Digga?“, was auch immer sie uns damit sagen wollten...
Hatte man im ersten Satz des Halbfinales noch das Gefühl, war es zu Beginn des Endspiels bittere Realität. Die „Funkstädter“ hatten jeglichen Spielwitz aufgebraucht. Was man schmeichelhaft noch als ideenlos bezeichnen könnte, war einer der schwächsten ersten Durchgänge, die je vom BSV „Funkstadt“ abgeliefert wurden. Die 12 selbst erzielten Punkte waren noch das beste an diesem desaströsen Auftritt. Als man im zweiten Satz gar mit 1:8 hinten lag und die Köpfe nicht mehr tiefer in den Sand stecken konnte, kam aus Reihen des Goethe-Gymnasiums der erste und einzige Fehler des Tages. Doch dieser sollte turnierentscheidend sein... Nicht etwa die Mannschaft selbst, sondern deren Anhänger gaben bekannt dass man die Spieler der „Funkstädter “ „so weit“ hätte und das Turnier bereits „so gut wie gewonnen“ wäre. Dieser Satz stellte den vorher zitierten „Beast Mode“ in den Köpfen der BSV-Spieler auf „on“. Wie ausgewechselt und im Rausch zermürbte der BSV „Funkstadt“ seine Rivalen mit intelligentem Spiel auf der einen und harten Angriffen auf der anderen Seite. Das 21:15 und 21:17 hatte den 13. Turniersieg der himmelblauen Mannschaft und viele lange Gesichter auf den Rängen zur Folge. Wieder einmal hatte das Team Herz und Charakter bewiesen und sich aus einer verlorenen Situation zurück gekämpft, wofür es im Anschluss doch noch die verdiente Anerkennung und den Goldenen Pokal bekam.
Mit wachsender Freude sah der BSV, der mittlerweile zu den größten Sportvereinen der Stadt gehört, an diesem Tag zudem welch wichtige Rollen eigene Mitglieder auch in den anderen Teams darstellten, was ein weiteres Indiz für die stete Entwicklung des Vereins ist. Mehr noch konnte man erneut einen guten Eindruck hinterlassen, was in der Folge wiederum neue Teilnehmer zu den Trainings führte.




8. BSV Sommerturnier 2015 | 2. Mitternachtsturnier der Strandhasen Lietzow e.V